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Blasenentzündung (Harnwegsinfekt, Zystitis)
Eine Harnwegsinfektion ist eine Entzündung der ableitenden Harnwege, die meist durch (Darm-)Bakterien verursacht wird. Das Auftreten wird durch verschiedene Faktoren begünstig, z.B. durch eine Abwehrschwäche, einen Östrogenmangel während der Wechseljahre oder auch eine falsch ausgeführte Hygiene. Als Früh-Symptome treten ein häufiger Drang zum Wasserlassen und Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen auf.
In einem Teil der Fälle ist es möglich das Ausbrechen einer beginnende Blasenentzündung durch das Trinken von 2-3Litern Flüssigkeit (Spülen der ableitenden Harnwege) zu verhindern. Tritt jedoch nach einem Tag keine Besserung ein, muß ein Arzt aufgesucht werden, der dann zumeist eine Therapie mit Antibiotika einleitet, in deren Folge es rasch zu einer Besserung der Beschwerden kommt.

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Chlamydieninfektion
Chlamydien sind Bakterien, die meist durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Sie können den Scheiden-/Muttermundsbereich befallen und verursachen bei der Frau dann häufig nur einen leicht vermehrten Ausfluß, ist jedoch auch die Harnröhre betroffen, können Beschwerden ähnlich eines Harnwegsinfektes auftreten. Zudem ist aber auch eine Infektion der Eileiter möglich, in deren Folge es dann zu einem Verkleben der Eileiter verbunden mit Sterilität kommen kann.
Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika, wobei immer beide Partner behandelt werden müssen. Während einer Schwangerschaft gehört die Untersuchung auf Chlamydien zum regulären Vorsorge-Spektrum, da sie das ungeborene Kind schädigen können.


Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)
Das Zervixkarzinom macht etwa 25% aller Krebserkrankungen im Genitalbereich aus, wobei in der heutigen Zeit das vollausgeprägte Krankheitsbild gar nicht mehr vorkommen dürfte, da bei regelmäßigen frauenärztlichen Vorsorgeuntersuchungen bereits das Vorstadium gut erkannt und behandelt werden kann.
Es gilt als wahrscheinlich, dass ca.95% dieser Krebserkrankungen durch verschieden Unterarten des humanen Papilloma Virus (HPV) hervorgerufen werden, das über sexuelle Kontakte verbreitet wird. Daher gelten eine frühe sexuelle Aktivität und häufig wechselnde Sexualpartner bei mangelnder Sexualhygiene als Risikofaktoren.
Wie bei allen Krebsarten ist auch hier die Heilungschance bei einer frühen Erkennung am größten, im Stadium der Vorstufe liegt sie beim Zervixkarzinom bei nahezu 100%. Melden Sie sich hier online zu einem Krebsvorsorgetermin an!


Myome
Myome sind gutartige Geschwülste der Gebärmutter, die bei Frauen im geschlechtsreifen Alter sehr häufig auftreten und deren Entstehungsmechanismus noch unbekannt ist.
Sie können an den unterschiedlichsten Stellen in der Gebärmutter vorkommen und sind in der Größe sehr variabel. Meist wachsen sie langsam, wobei das Wachstum abhängig ist von der Östrogenproduktion der Eierstöcke, was auch erklärt, weshalb es nach Eintritt der Wechseljahre zu keiner weiteren Größenzunahme kommt.
Bei 40-50% der betroffenen Frauen verursachen die Myome keine Beschwerden, es können jedoch Blutungsunregelmäßigkeiten, Schmerzen und Druckgefühle auftreten. Zudem können sie Ursache einer Unfruchtbarkeit sein oder Fehlgeburten verursachen.
Wenn Myome keine Beschwerden hervorrufen, ist eine Behandlung nicht erforderlich, es sollte aber eine regelmäßig Kontrolle stattfinden. In allen anderen Fällen muß zwischen einer medikamentösen Therapie mit Hormonen und einer chirurgischen Entfernung des Myoms entschieden werden.

Endometriose
Die Endometriose ist ein sehr komplexes, aber gutartiges, Krankheitsbild, welches trotz intensiver Forschung noch viele ungeklärte Aspekte aufweist. Man versteht darunter das Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut in anderen Geweben der Gebärmutter (z.B. Muskulatur) oder außerhalb der Gebärmutterhöhle. Dieses ortsfremde Gewebe hat die gleichen Fuktionen wie die Gebärmutterschleimhaut und nimmt daher auch am Menstruationszyklus teil, was das Auftreten von Beschwerden vor allem während der Periode erklärt. An Symptomen können schmerzhafte Regelblutungen auftreten, aber auch Kreuzschmerzen oder Blut im Stuhl oder Urin, je nachdem welche Organe/Gewebe betroffen sind.
Die exakte Häufigkeit der Endometriose in der weiblichen Bevölkerung ist unbekannt; man schätzt, dass etwa 4-7% der Frauen im fortplanzungsfähigen Alter daran erkranken.

Gebärmutterkrebs (Uteruskarzinom, Endometriumkarzinom, Korpuskarzinom)
Der Gebärmutterkrebs tritt gehäuft bei älteren Frauen (über 60) nach den Wechseljahren auf und macht ca. 30-40% aller Krebserkrankungen im Genitalbereich aus. Als Risikofaktoren gelten Bluthochdruck, Fettleibigkeit, erhöhte Blutfette oder auch eine Diabetes mellitus Erkrankung
Erste Anzeichen sind häufig eine (erneut auftretende) irreguläre vaginale Blutung, Zwischenblutung, Schmierblutung oder auch schwarzbrauner Ausfluss - bei solchen Symptomen sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.
Wird der Gebärmutterkrebs frühzeitig erkannt und erfolgreich operativ behandelt, ist eine endgültige Genesung sehr wahrscheinlich.

Eierstockzyste (Ovarialzyste)
Ovarialzysten kommen häufig vor und sind meist gutartig. Häufig verursachen sie auch keine Beschwerden, sondern werden nur zufällig anlässlich einer gynäkologischen Routinekontrolle entdeckt, so dass nur außergewohnlich große Zysten überhaupt behandelt, also entfernt, werden müssen. Bei kleineren Zysten reicht die regelmäßig Überwachung durch den Arzt.

Eierstockskrebs (Ovarialkarzinom)
Beim Ovarialkarzinom handelt es sich um eine bösartige Erkrankung, die hauptsächlich bei Frauen nach den Wechseljahren auftritt.
Da der Eierstockkrebs zu Beginn noch keine Beschwerden bereitet, sondern sich häufig erst bemerkbar macht, wenn es bereits zu Absiedelungen (Metastasen) in der Bauchhöhle gekommen ist, wird er häufig erst sehr spät in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt.
Für die Behandlung stehen in erster Linie die Operation und die Chemotherapie zur Verfügung, wobei die Wahl des Therapieverfahrens vom Tumorstadium abhängt.

 


Häufige Fragen:
Was ist ein Myom?
Was sind Chlamydien?
Wie kommt es zu einer Gebärmuttersenkung?


Externe Links:
Leitlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung zytologischer Untersuchungen zur Früherkennung des Zervixkarzinoms
 
   



 
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