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Hier finden Sie Informationen zu gängigen Schwangerschafts-Untersuchungen. Informationen zu allgemeinen Untersuchungen in der gynäkologischen Praxis finden Sie hier.
Schwangerschaftstest Ist es zu einer Befruchtung zwischen Eizelle und Samenzelle gekommen,nistet sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut ein, während der Mutterkuchen beginnt, das schwangerschaftserhaltende Hormon HCG (Human Chorion Gonadotropin) zu produzieren. HCG kommt im Körper einer gesunden Frau ausschließlich während der Schwangerschaft vor, so daß ein Nachweis dieses Hormons mit einer Schwangerschaft gleichzusetzen ist. Im Blut ist es bereits sechs bis neun Tage, im Urin erst rund 14 Tage nach der Befruchtung nachweisbar. Der Schwangerschaftstest misst den HCG-Spiegel.
Blutgruppenzugehörigkeit, Antikörper-Suchtest
Blutgruppe und Rhesusfaktor (Rh) werden bei jeder Schwangeren festgestellt. Wenn Ihr Rhesusfaktor negativ ist und der des Vaters positiv, kann es möglicherweise zu einer Blutgruppenunverträglichkeit kommen, da das Baby den positiven Rhesusfaktor geerbt haben kann. Kommt es dann zu einem Blutaustausch zwischen Mutter und Kind, würde die Mutter Abwehrstoffe (Antikörper) gegen das kindliche Blut entwickeln. Es können Komplikationen für das Kind auftreten, meist jedoch erst in der nächsten Schwangerschaft. Um diesem Fall vozubeugen, erhalten Sie in der 28. bis 30. Woche eine Anti-D-Globulin Spritze. In dieser Schwangerschaft kann somit nichts passieren. Außerdem führt der Arzt in so einem Fall zu Beginn der Schwangerschaft und in der 24. bis 27. Schwangerschaftswoche einen Antikörper-Suchtest durch, um festzustellen, ob Sie bereits Antikörper entwickelt haben.
Röteln-HAH-Test Routinemäßig wird überprüft, ob Sie genügend Antigene gegen Röteln im Blut haben. Ein ausgezählter "Rötelntiter" von mehr als 1:32 bedeutet, daß ein ausreichender Schutz vorhanden ist und Immunität gegen die Krankheit besteht. Ist der Titer kleiner, wird der Test im Lauf der Schwangerschaft wiederholt, um eine mögliche Röteln-Infektion auszuschließen. Denn eine Infektion kann das ungeborene Kind vor allem in den ersten 12 Schwangerschaftswochen erheblich schädigen oder zu einer Frühgeburt führen. Impfungen gegen Röteln sind nur vor der Schwangerschaft möglich.
LSR (Lues-Suchreaktion) Lues Tests (Untersuchung auf Syphilis) sind üblich, weil Erkrankungen oft unbemerkt bleiben und sich von der Mutter auf das Kind übertragen können. Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt, kann das Kind vor der Ansteckung geschützt werden. Im Mutterpaß wird nicht das Ergebnis der Untersuchung festgehalten, sondern nur, daß sie durchgeführt wurde.
HIV (Aids) Das HIV-Virus kann während der Schwangerschaft oder auch während der Geburt auf das Kind übertragen werden. Deshalb kann ein HIV-Test während der Schwangerschaft durchgeführt werden. Wie bei der LSR (Lues-Suchreaktion) wird nur die Durchführung, nicht aber das Ergebnis des Tests im Mutterpaß festgehalten.
Toxoplasmose Toxoplasmose ist für Nichtschwangere eine harmlose Infektion. Bei massivem Befall in der Schwangerschaft kann sie zu Früh- oder Totgeburten führen, in jedem Fall ist eine Übertragung auf das Ungeborene möglich. Eine Infektion kann durch rohes oder nur kurz durchgebratenes Fleisch oder durch eine Katze erfolgen. Diese scheidet Toxoplasma gondii-Stadien aus. Eine Übertragung ist z.B beim Reinigen der Katzentoilette oder durch Gemüse oder Salat möglich, der durch Katzenkot verunreinigt ist.
Triple-Test  Der Triple-Test ist eine Blutuntersuchung, die in der 15.-16. Schwangerschaftswoche durchgeführt wird. Aus der Blutprobe werden drei vom Feten gebildete Substanzen bestimmt. Mit diesen und weiteren Berechnungsfaktoren wie der Schwangerschaftswoche und dem Alter der Mutter wird eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit getroffen, daß das Kind krank ist. Diese Untersuchung bringt keinerlei Risiko für das Kind. Bei erhöhten Werten besteht eine erhöhte Gefahr eines Neuralrohrdefekts, bei zu niedrigen eine erhöhte Gefahr für eine Chromosomenstörung (Down-Syndroms). Das Testergebnis gibt aber nur eine Wahrscheinlichkeit an, es gibt keine Sicherheit. Bei einem erhöhten Risiko kann das Kind sehr wohl aber auch kerngesund sein. Sicherheit bei der Diagnose bringt nur eine Fruchtwasserpunktion (Amniozentese).
Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) Die Amniozentese, die nur in bestimmten Situationen durchgeführt werden muss, wird üblicherweise zwischen der 16. und 18. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Dabei wird mit einer dünnen Nadel die Fruchthöhle punktiert (angestochen) und ca. 12-15 ml Fruchtwasser abgesaugt. Das entnommene Fruchtwasser bildet sich in kurzer Zeit wieder neu. Die Punktion erfolgt unter Ultraschallkontrolle, so dass eine Verletzung des Kindes heute nicht mehr vorkommen sollte. Das Risiko einer Fehlgeburt nach Amniozentese beträgt höchstens 0,5% (1 auf 200) und muss gegen das individuelle Risiko einer Erbgutstörung beim Kind abgewogen werden. Nach der Punktion sollten Sie sich 24 Stunden schonen. Leichtes, menstruationsähnliches Ziehen und leichte Blutungen aus der Scheide können vorkommen.
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